Wieso Beton auf Leinwand?

Ursprünglich  war mein Berufsleben der modernen Innenarchitektur gewidmet.

„Als ich einmal eine Küchenarbeitsplatte aus Beton berührte, entstand die Idee : "Diese Haptik wünsche ich mir auf meinen Bildern.“


Nach einigen Versuchen musste ich jedoch erkennen, dass so eine  Oberfläche auf einer schwingenden Leinwand nicht möglich ist. Die daraufhin folgenden Experimente waren unterschiedlichste Kombinationen – Zement mit Öl, Acryl, Kreide, Sand, Farbpigmenten und Bindemitteln ergaben überaus faszinierende Ergebnisse. Allerdings mit unerwünschten Begleiterscheinungen. Es entstanden Risse, die nicht zu kontrollieren waren, der Materialauftrag bröckelte ab, löste sich von der Leinwand oder brach auf. Der Entwicklungsprozess dauerte fast ein Jahr  - eine spezielle  Materialkombination brachte dann den gewünschten Erfolg.

 

Das Ergebnis

sind Gemälde auf Leinwand, die nicht viel schwerer sind als Öl oder Acrylbilder. Deren Oberflächen aber „fast“ unverwüstlich sind und den Betrachter unweigerlich zum Anfassen und Berühren verleiten.


Während des Malprozesses lässt sich Eva Dvorak von dem entstehenden organischen Materialauftrag des Betons inspirieren: „In vielen Schichten trage ich den mit Farbpigment versetzten Beton auf und verletze stellenweise die Oberfläche, sodass die darunter liegenden Farbschichten zum Vorschein kommen. Aus der dadurch entstehenden Tiefenwirkung nimmt das Bild für mich Gestalt an und es ergibt sich das Motiv.“ Der Charme ihrer Gemälde entsteht durch den Widerspruch ihrer gefühlsbetonten Köpfe gemalt mit den typischen Strukturen des Betons. Ein ästhetisches und ausdruckstarkes Zusammenspiel.